Bitte keine Wasservögel füttern!
09.01.2012
Falsch verstandene Tierliebe schadet den Weihern in den Parks
Weil die Temperaturen mit dem bevorstehenden Winter abnehmen, fühlen sich erfahrungsgemäß viele Bürgerinnen und Bürger veranlasst, die Wasservögel in den Parkanlagen zu füttern. Die Stadt Köln macht deshalb auf die Gefahren aufmerksam, die aus dieser falsch verstandenen Tierliebe entstehen. Sie richtet einen dringenden Appell an die Bevölkerung, das Füttern der Vögel unbedingt zu unterlassen.
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat in den Sommer- und Herbstmonaten die Wasserqualität der Weiher in den Kölner Grünanlagen untersucht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass es in fast allen Gewässern zu hohe Nährstoffkonzentrationen gibt. Dieses in der Fachwelt Eutrophierung genannte Phänomen geht zu einem erheblichen Teil auf das Füttern der Wasservögel und Fische zurück. Die Fütterung zieht viel zu viele Enten und Schwäne an, in den Gewässern verbleiben Brotreste und Vogelkot.
Der dadurch bedingte Anstieg der Nährstoffkonzentration kann zu einer Abnahme des Sauerstoffgehalts im Wasser und in deren Folge unter Umständen zum Auftreten von Botulismus und Blaualgen führen. In beiden Fällen handelt es sich um für Tiere, aber auch für Menschen giftige Bakterien. Fälle von Vogel- und Fischsterben haben das auch in Köln belegt.
Das Amt für öffentliche Ordnung weist darauf hin, dass es sich beim Füttern der Wasservögel um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die der städtische Ordnungsdienst mit Verwarnungs- und Bußgeldern von 35 bis 500 Euro ahndet:

