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Fledermausbiologie

Die Fledermäuse gehören zu den ältesten und am leichtesten erkennbaren Säugetierordnungen. Die Fähigkeiten zu fliegen und sich mit ihrem ausgeklügelten Echoortungssystem in der Dunkelheit zu orientieren sind die Grundlage für ihren großen enwicklungsgeschichtlichen Erfolg. Mit mehr als 1100 lebenden Arten stellen sie etwa ein Viertel der heute lebenden Säugetierarten. Ihr Verbreitungsgebiet ist enorm groß - Fledermäuse gibt es außer in der Arktis und Antarktis und einigen wenigen ozeanischen Inseln auf allen Kontinenten. Die meisten Arten leben in den Tropen, in höheren Breiten nimmt die Artenzahl rasch ab. Aber auch in gemäßigtem Klima können Fledermäuse gut überleben, sie müssen hier den nahrungsarmen Winter entweder durch Wegziehen in wärmere Regionen oder im energiesparenden Winterschlaf überstehen.

Fledermäuse sind in zwei Großgrupppen unterteilt: Microchiroptera (Echo ortende Fledermäuse) und Megachiroptera (Frucht fressende Fledermäuse der Alten Welt, die nicht Echo orten können). Beide Gruppen aus einem gemeinsamen Vorfahren und haben sich seit dem Paläozän (ca. 65 Millionen Jahre vor heute) unabhängig voneinander entwickelt.