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Mönchsgrasmücke

lat. Name: Sylvia atricapilla
 
Klasse: Vögel  Ordnung: Sperlingsvögel  Familie: Grasmückenartige
 
Größe: ca. 14 cm  Lebensraum: Nahezu flächendeckend verbreitet, mit Ausnahme baum- und strauchloser Flächen

Ihr Erkennungszeichen ist die dunkle Kopfplatte: Bei Mönchsgrasmücken-Männchen sind die Federn am Oberkopf schwarz, bei Weibchen und Jungvögeln rotbraun. Der zweite Teil ihres wissenschaftlichen Namens „Sylvia atricapilla“ bedeutet „Schwarzköpfchen“ oder „Schwarzplättchen“. Dieses Kennzeichen unterscheidet die Vögel von anderen Arten ihrer Gattung.

Die „Schwarzköpfchen“ kommen in fast ganz Europa vor. In südliche Gefilde, nach Südeuropa oder Afrika, zieht es in der kalten Jahreszeit auch die in hiesigen Regionen brütenden Mönchsgrasmücken. Ab etwa April kehren sie zurück. Die Mönchsgrasmücke ist 13,5 bis 15 Zentimeter lang und bringt rund 20 Gramm auf die Waage. Rücken, Flügel und Schwanzfedern sind graubraun, die Kopfseiten und der Bauch aschgrau. Insgesamt wirken die weiblichen Tiere etwas bräunlicher.

Gut zu beobachten sind diese Singvögel in Parks, Gärten und an Waldrändern. Im tiefen Wald trifft man sie eher selten an. Wie viele andere Vogelarten mögen Mönchsgrasmücken gegliederte Strukturen. Auch ziehen sie Laub- dem Nadelwald vor. Als Nistplatz wählen sie bevorzugt geschützte, halbschattige Plätze in Sträuchern. Und ähnlich wie Nachtigallen singen sie gern im dichten Gebüsch. Dann sind sie zwar schwer zu entdecken, für das Ohr aber unverkennbar.

Denn das Lied der Männchen ist ansprechend und melodisch. Auf einen schwätzenden Vorgesang folgt ein flötender „Überschlag“. Die Melodien weisen regionale Unterschiede auf, die man auch bei Singvögeln „Dialekt“ nennt. Bei der Mönchsgrasmücke sind diese Unterschiede nicht gravierend, aber hörbar. Der Warnruf der Mönchsgrasmücken klingt dagegen wie ein „Tak“ oder „Tek“.

Mönchsgrasmücken sind gelegentlich paarweise unterwegs. Die Sänger bauen aus Stängeln, Grashalmen, Haaren, Wurzeln und Spinnweben zart wirkende Nester. Die Jungen öffnen nach wenigen Tagen die Augen und verlassen das Nest nach etwa zwei Wochen. Danach werden sie immer noch zwei, drei Wochen von ihren Eltern versorgt. Während Brut und Aufzucht reagieren Mönchsgrasmücken äußerst empfindlich auf Störungen. Deshalb gilt: Abstand halten, da die Tiere sonst ihr Nest verlassen.

Mönchsgrasmücken verputzen vorwiegend Insekten und deren Larven. Darunter sind viele Schadinsekten. Aber auch Beeren gehören im Sommer und Herbst zum Nahrungsspektrum dieser Vogelart. Der Name Grasmücke kommt übrigens aus dem Althochdeutschen, von „Gra-smucka“, was so viel wie „Grauschlüpfer“ bedeutet. Diese Vögel können ganz geschickt durchs Gebüsch schlüpfen, und die meisten Arten haben graues bis graugrünes Gefieder.

Mönchsgrasmücke © Peashooter / pixelio.de