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Rotkehlchen

lat. Name: Erithacus rubecula  engl. Name: European Robin  franz. Name: Rouge-gorge familier
 
Klasse: Vögel  Ordnung: Sperlingsvögel  Familie: Schnäpperverwandte
 
Größe: ca. 13 - 15 cm  Lebensraum: Wälder, Parks, Gärten

 

Das Rotkehlchen ist ein kleiner Vogel, der leicht an seiner orange gefärbten Stirn, Kehle und Brust zu erkennen ist. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt. Die rote Brust ist bei Jungvögeln noch nicht ausgefärbt. Die Männchen verteidigen energisch ihr Revier. Der schrille Gesang beginnt mit scharfen Tönen und endet mit leicht abfallenden, flötenden Passagen. Revierkämpfe zwischen Rotkehlchen oder mit anderen Singvögeln werden sehr heftig ausgetragen und können manchmal sogar tödlich enden. Gelegentlich findet ein Wettsingen zwischen den Rotkehlchen statt. Wird dabei keine Eingung erzielt, gehen die Rotkehlchen zum Wettposieren über. Sie präsentieren dabei dem Gegner die rote Brust. Die Vögel beherrschen auch eine Reihe von Warnrufen wie "zieeh" oder "zik" und eine ganze Reihe von anderen Lauten zur Kommunikation.

Rotkehlchen bewohnen dichte Laubwälder, Gebüsche und Parkanlagen. Sie bauen ein gut verstecktes und backofenförmiges Nest aus Blättern, Gras und Moos. Die Nahrung ist sehr vielseitig, sie besteht aus Insekten, Spinnen, Schnecken und Würmern, sowie aus Beeren und Früchten. Der Vogel ist ein Ansitzjäger. Er sitzt regungslos auf einer niedrigen Position und lauert Insekten und Würmern auf. Im Frühjahr werden auch gerne Ameisen aufgenommen. Beim Jagen wird das Rotkehlchen durch andere Vögel immer wieder gestört, daher wird das Revier so energisch verteidigt. Die mitteleuropäischen Rotkehlchen sind Standvögel. Gegen Ende des Winters verlassen die Weibchen ihr Revier, um ein Männchen zu suchen.
  
Laut Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz gibt es im Jahr 2010 in NRW ca. 500.000 Rotkehlchenpaare. Damit gehören sie zu den häufigsten Brutvögeln. Noch in den 1920er Jahren seien sie oft gefangen und als Ziervögel gehalten worden. Das ist heute verboten. Rotkehlchen sind geschützt - auch wenn sie nicht auf der Roten Liste stehen. Viel seltener sind hingegen ihre Verwandten aus der Familie der Drosselartigen, die Blau-, Braun- und Schwarzkehlchen. Letztere kommen in der Wahner Heide vor.

Rotkehlchen © Angelika Wolter, www.pixelio.de