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Nistkastenbau

Tipps und Tricks für den Nistkastenbau
- Verwenden Sie 20 - 22 Millimeter dicke, ungehobelte Bretter aus Fichte, Tanne oder Buche. Sperrholz oder Spanplatten sind nicht witterungsbeständig und daher ungeeignet.
- Der Boden des Nistkastens muss mindestens 14x14 Zentimeter Fläche bieten.
- Verwenden Sie - wenn möglich - Schrauben anstelle von Nägeln. Das erspart zusätzliches Verleimen.
- Teerpappe auf dem Dach ist weniger sinnvoll, da der Kasten zumeist trotzdem feucht wird und die Teerpappe ein schnelles Austrocknen des feuchten Holzes behindert.

 

Einige zu empfehlende Anleitungen zum Nistkastenbau

* NABU

* BUND

 

Ein paar weitere Nistkastentipps
- Der Innenraum von Vogelnistkästen sollte grundsätzlich in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Weitere Infos hierzu lesen Sie in der Rubrik Nistkastenreinigung.
- Bitte verwenden Sie bei der Aufhängung eines Vogel-Nistkastens Baumaufhängungen, die das Einwachsen der Aufhängung in den Baumstamm verhindern. Hierzu eignen sich am besten rostfreie Aluminium-Nägel (schädigen im Gegensatz zu den meisten anderen Nägeln nicht den Baum) und/oder feste Drahtbügel.
- Giftige Chemikalien wie Holzschutzmittel oder Teeranstrich sollten beim Bau von Vogelnistkästen keine Anwendung finden! Die Außenwände sollten daher maximal mit Leinöl gestrichen werden. Dies kann die Lebensdauer von Nistkästen um ca. 2 - 3 Jahre verlängern.
- Die Nistkästen sollten in einer Höhe von ind. drei Metern aufgehangen werden (sofern in der Bauanleitung nicht anders beschrieben). In "ruhigen" Privatgärten, d.h. z.B. katzenfrei, kann evtl. auch eine Aufhanghöhe in Augenhöhe (ca. 1,50 - 2 m) ausreichen.
- Das Einflugloch des Nistkastens sollte weder zur Wetterseite (Westen) zeigen, noch sollte der Kasten längere Zeit der prallen Sonne ausgesetzt sein (Süden). Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist deshalb meistens ideal.
- Damit kein Regen in den Nistkasten eindringen kann, sollte ein Nistkasten niemals nach hinten überhängen. Aufgrund des Regenschutzes im Winter sind daher Nadelbäume auch gegenüber Laubbäumen - wo möglich - zu bevorzugen.
- Nisthilfen von gleicher Bauart sollten in Abständen von mindestens 20 - 25 Metern Radius aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Star, Schwalben, Sperlinge). So ist gewährleistet, dass die brütenden Tiere auch genügend Nahrung für sich und ihren Nachwuchs finden.

 

Weiteres

Auf der rechten Seite sind drei in Köln häufig genutze Nistkästen zu sehen.

Der Nistkasten U-oval 30/45 wird u.a. gerne von Kohlmeise, Gartenrotschwanz und Kleiber bewohnt, während der Nistkasten M2-27 vor allem von unterschiedlichen Meisenarten bewohnt wird.
Die Nischenbrüterhöhle 1N bietet u.a. einen "Wohnort" für Haus- und Gartenrotschwanz oder Rotkehlchen und Zaunkönig.

 

Im Bereich Nistkästen verwenden wir - neben Nistkastenbausätzen zum Eigenbau - die Produkte der Firmen Hasselfeldt Naturschutz und Schwegler.

 

Nistkästen, die in unseren Augen als absolut nicht verwendbare Exemplare angesehen werden, finden Sie z.B. bei HABA.

Vogelnistkasten U-oval 30/45 der Firma Hasselfeldt
Vogelnistkasten M2-27 der Firma Hasselfeldt
Nischenbrüterhöhle 1N der Firma Schwegler